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HD - Hüftgelenksdysplasie

Missbildung des Oberschenkelkopfes und der Beckenpfanne.

Es gibt verschiedene Grade der HD:

A1-A2=HD 0=frei
B1-B2=HD 1=Grenzfall
C1-C2=HD 2=leicht

Alles was darüber hinausgeht ist schon mittlere und schwere HD, mit der auch nicht gezüchtet werden darf.
Die Auswertung der Röntgenbilder für HD und ED erfolgt immer durch einen vom Deutschen Retriever Club anerkannten Gutachter und wird nicht vom Haustierarzt vorgenommen.

ED - Ellenbogendysplasie

Auch hier gibt es verschiedene Grade:

ED Frei
ED Grenzfall
ED Grad I (leicht)

Mit ED-Grad II darf nicht gezüchtet werden und bei I nur, wenn der Deckpartner frei ist.

PRA - Progressive Retina Atrophie

Fortschreitender Netzhautschwund der am Ende zur Blindheit führt.

Seit Februar 2002 gibt es die Möglichkeit eines Gen-Tests für die Toller, der allerdings nur bei OptiGen in Amerika durchgeführt werden kann und daher sehr kostspielig ist.

Es gibt folgende Ergebnisse aus diesem Gen-Test:

PRA  ADer Hund ist PRA frei, wird niemals daran erkranken und kann die Krankheit auch nicht vererben.

PRA  BDer Hund ist PRA-Träger, d.h. er selbst wird niemals daran erkranken, kann dieses Gen aber an seine Nachkommen
weitergeben. PRA-Träger dürfen in Deutschland nur mit PRA-freien Hunden verpaart werden.

PRA  CDer Hund trägt die Krankheit in sich und sollte daher nicht zur Zucht eingesetzt werden.
Sollte dies doch der Fall sein, dürfen solche Hunde nur mit PRA-freien Hunden verpaart werden.
SIn Deutschland ist es jedoch verboten mit PRA  C-Hunden zu züchten.

CEA - Collie Eye Anomalie

Es handelt sich dabei um eine erbliche Erkrankung, die von einem Defekt im Augenhintergrund verursacht wird. Es gibt verschiedene Schweren der Erkrankung. Im schlimmsten Fall führt sie zu Blindheit. Es handelt sich wie bei PRA um einen autosomal rezessiven Erbgang. Seit Anfang 2006 gibt es auch für diese Augenkrankheit einen Gentest bei Optigen
Mindestens ein Zuchtpartner sollte also immer normal/clear gestestet sein.

HC - Hereditäre Cateract = Grauer Star

Hierbei handelt es sich um eine unphysiologische Trübung der Linse oder der Linsenkapsel unabhängig von der Ursache (erblich oder nicht erblich), dem Ausmaß (minimale Trübung oder vollständig getrübte Linse), oder dem Zeitpunkt des Auftretens (angeboren oder erworben).
Jede Katerakt, ob ein- oder beidseitig, wird als eine erbliche (= hereditäre) bedingte angesehen, sofern sich nicht eindeutige Hinweise auf eine andere Ursache ergeben.

RD - Retinadysplasie

Retina (Netzhaut). Die RD ist eine Fehlentwicklung in der Netzhaut. Es gibt bei verschiedenen Hunderassen erbliche Formen. Vom klinischen Bild ausgehend unterscheidet man drei Formen:

1. Netzhautfalten
2. geografische RD mit größeren Flächen abnorm entwickelter Netzhaut und
3. totale RD mit Netzhautablösung.

Die letzten beiden Formen führen zur Beeinträchtigung des Sehvermögens beziehungsweise Blindheit.

Grüner Star = Glaukom

Grüner Star = Glaukom

Distichiasis

Distichien sind einzelne Härchen, die aus den Öffnungen der Drüsen an der Lidkante entspringen. Normalerweise wachsen dort keine Haare. Distichien reizen die Hornhaut und können sie im schlimmsten Fall bis zum Durchbruch schädigen. Meist kann man sie mit bloßem Auge nicht erkennen.
Ein operatives Entfernen ist möglich. Es wird vermutet, dass es erblich ist, jedoch ist der Erbgang bis jetzt unbekannt.

SRMA - Steril-Eitrige Meningitis-Arteritis

Sollte ihr Toller plötzlich hohes Fieber bekommen und apathisch werden, eine Steifheit des Körpers zeigen und schmerzhaft auf Berührungen reagieren, dann handeln Sie sofort!

In solchen Fällen ist es sehr wichtig den Tierarzt auf Meningitis hinzuweisen.

Auftreten kann diese Krankheit hauptsächlich zwischen dem 6. und 8. Lebensmonat oder generell bis zum 2. Lebensjahr. Eine Behandlung mit Prednisolon über mehrere Monate hat in den meisten Fällen geholfen, dass die Hunde wieder beschwerdefrei wurden.
Diese Krankheit braucht generell einen Auslöser. D.h. z.B. einen Zeckenbiss, eine Verletzung, ein Infekt, usw. der das Immunsystem schwächt.

Bisher wurde ein erbliche Disposition nicht nachgewiesen.
Janine Redman aus England untersucht diese Erkrankung zur Zeit. Sie hat einen Fragebogen bereitgestellt, den Besitzer erkrankter Hunde ausfüllen und ihr per Mail zusenden können.
Um die Forschung voran zu bringen, sollten sich möglichst viele Besitzer erkrankter Hunde daran beteiligen.

IMPA = Immunde-Mediated Polyarthristis - Immunbedingte Polyarthritis

Entzündliche Gelenkerkrankungen werden als Arthritis bezeichnet. Sie werden meist durch bakterielle Infektionen (z.B. Borreliose) oder immunologische Vorgänge (z.B. rheumatoide Arthritis) verursacht. Das Gelenk ist sehr schmerzhaft, warm und entzündlich. Sind gleich mehrere Gelenke betroffen, so spricht man von Polyarthritis. Die hiervon betroffenen Hunde sind oft appetitlos, haben Fieber, zeigen sich lahm und sind allgemein in ihrer Bewegung eingeschränkt. Die Schmerzen können auch nach abgeklungener Infektion aufgrund ausgedehnter Zerstörung der Gelenkflächen noch anhalten.

SLE - Sytemischer Lupus Erythematodes

SLE ist eine Autoimmunerkrankung, genauer: eine Erkrankung des Abwehrsystems, bei der körpereigene Abwehrzellen bestimmte körpereigene Zellbestandteile angreifen.
Die ernste Erkrankung äußert sich in einer Vielzahl von Beschwerden. Es kommt zu entzündlichen Veränderungen an Blutgefäßen, Haut, Nieren, Gelenken und anderen inneren Organen.

ADD - Addison-Krankheit = Hypoadrenocorticism / Addison disease

Addison's D. ist eine Störung des Immunsystems, die sich entwickelt, wenn die Nebenniere (die normalerweise das körpereigene Hormon Cortison produziert) nicht mehr oder unzureichend funktioniert. Wenn dieser Ausfall der Nebennierenfunktion nicht diagnostiziert und behandelt wird, verläuft die Erkrankung tödlich.
Unglücklicherweise kann die Erkrankung erst im mittleren Lebensalter diagnostiziert werden. Oft ist A.D. einhergehend mit Hypothyreose (Schilddrüsen-Unterfunktion).

Näheres dazu hier.

Hierzu, sowie zu SRMA, läuft an der University of California Davis gerade ein Forschungsprojekt. Es werden DNA-Proben von erkrankten Hunden, sowie deren Verwandten (auch wenn diese gesund sind) benötigt.

Epilepsie

Bei der Epilepsie handelt es sich um ein Anfallsleiden, welches durch eine Fehlfunktion im Gehirn ausgelöst wird. Die Anfälle können sich durch kurzzeitige Verhaltensänderungen, Aufmerksamkeitsstörungen und in Krampfanfällen bis hin zur Ohnmacht des Hundes äußern.
Die Erkrankung tritt häufig im Alter zwischen 15 Monaten und 3 Jahren zum ersten Mal auf. Epilepsie kann nicht geheilt werden, allerdings gibt es Medikamente, die ein Besserung der Anfälle bewirken können.

In seltenen Fällen aufgetretene Krankheiten:

· Chondrodysplasie
· Enostosis
· CMO: Cranimandibuläre Osteopathie
· Pancreascarcinom (Bauchspeicheldrüsenkrebs)
· Lebershunt
· Vestibularsyndrom
· Hypoplasie des Sehnervs
· Megaösophagus
· Pulmonalstenose
· Subarortenstenose (SAS)
· Lymphödem
· Demodex
· OCD (Osteochandrosis dissecans)




Nicht vergessen werden sollte, dass Krebs immer noch die Haupttodesursache bei den meisten Hunden ist.

 

 
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